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Das Didgeridoo - Didgeridoo Info

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DIDGERIDOO
Das Didgeridoo, Didjeridu, von den australischen Ureinwohnern auch Yidaki, Ulpirra, Gunbark, Aritjuda oder Gurrmurr genannt, ist eine lange Holztrompete (Aerophon), die aus einem von Termiten ausgehöhlten Stamm verschiedener Eukalyptusarten hergestellt wird.

Für ein Hörbeispiel klicke auf das rechte Bild !
 

Bemaltes Eukalyptusdidgeridoo

Ursprung
Das Didgeridoo hat seinen Ursprung in Nordaustralien, den East Kimberleys in West Australia, den nördlichen Teilen des Northern Territory und im nördlichsten Queensland.

 


Herstellung und Dekoration
Ein ausgesuchter Stamm wird nach der Qualität seiner Aushöhlung untersucht (durch klopfen und tasten), gefällt und zugeschnitten. Dann wird die Höhlung ausgearbeitet und gesäubert. Das Holz wird entrindet und abgeschliffen. Etwaige Astlöcher werden verschlossen. Am oberen Ende wird ein Mundstück aus Bienenwachs angebracht. Das Mundstück hat keine klangerzeugende Funktion, sondern hilft die Öffnung zu verkleinern, um es bequem spielbar zu machen.
Zuletzt erfolgt die Bemalung des Didgeridoos. Aborigines verwenden dafür Erdfarben (weiß aus Naturkalk, schwarz aus Holzkohle, sowie gelber und roter Ocker)
In Australien sind verschiedene Dekorationen üblich, die auf die Herkunft des Künstlers schließen lassen.


Gekreuzte Maltechnik

Rarrk-paintings: Gekreuzte Schraffuren füllen die Flächen der Tier- und Pflanzendarstellungen . Oft findet man sehr reduzierte geometrische Formen. Diese Art der Bemalung hat ihren Ursprung im Norden und ist wahrscheinlich die "originalste" Dekoration.

 

Pünktchen Maltechnik

Dot-paintings: Pünktchenmalerei aus Zentralaustralien findet man häufig auf Didgeridoos. In dieser Region wurde das Didgeridoo nicht verwendet, daher dürfte sich diese Darstellung erst in neuerer Zeit etabliert haben.

 

Konturen Maltechnik

X-ray paintings: Bei dieser Darstellung wird wie bei einer Röntgenaufnahme die Innen- und Außenansicht dargestellt. So werden zum Beispiel bei einem Tierkörper nicht nur die äußeren Konturen sondern auch Lungen und Innereien sichtbar gemacht. Der Ursprung liegt wahrscheinlich in Gebieten des heutigen Queensland.
Neben diesen Maltechniken sind auch geschnitzte und gebrannte Dekorationen anzutreffen.

 

Spieltechnik
Mit entspannten lockeren Lippen bläst man in das Didgeridoo ( Lippenflattern ) um den tiefen Grundton zu erzeugen. Durch Einsatz von Lippen, Wangen, Zunge, Stimme und Zwerchfell entstehen vielschichtige Klänge und Rhythmen. Während der Grundton ständig gleichbleibend ist, sind die Obertöne aktiv veränderbar.
Die Besonderheit am Didgeridoo spielen besteht in der Verwendung einer zirkularen Atemtechnik, die einen kontinuierlichen Atemfluß, auch während des Einatmens ermöglicht. Das Erlernen der Zirkularatmung ist nicht schwierig, erfordert aber viel Übung.
Das Prinzip besteht darin den Mundraum als Luftpuffer zu benutzen, um den Moment des
Einatmens mit der im Mund befindlichen Luft zu überbrücken. Das heißt die Wangenmuskulatur presst die Luft aus dem Mundraum, während man mit der Nase einatmet.

 

Didgeridoo - Pflege 
Das innere Holz quillt beim Spielen durch Atemfeuchtigkeit und Speichel auf. Die Spannungsunterschiede von trockenen und nassen Teilen könnten zur Bildung von Rissen führen. Durch ein wenig Aufmerksamkeit lassen sich diese jedoch weitgehend ausschließen.

 

Didgeridooeinblicke

Das Einspielen
Didgeridoos sollten zu Beginn nicht allzu lange gespielt werden. Das Holz muß sich erst an die Feuchtigkeit und Wärme der Atemluft gewöhnen. Ich würde für die ersten Tage nicht mehr als eine halbe Stunde empfehlen.

Lagerung
Vermeiden sollte man:
Sehr heiße trockene Luft ( Auto im Sommer )
Extreme Temperaturschwankungen ( ein Didgeridoo das im Winter im Auto abkühlt und dann in den geheizten Raum gebracht wird sollte langsam akklimatisieren ).

Ein Didgeridoo sollte man nach dem Spielen so aufbewahren das der Speichel im Inneren abfließen/ abtrocknen kann.
Um der Gefahr von Rissbildung entgegen zu wirken empfehle ich das Innere des Didgeridoos wasserabweisend zu behandeln. Die einfachste Methode besteht in der Behandlung mit Leinöl oder Leinölfirnis
( Öl aus Leinsamen ), erhältlich in jedem Baumarkt in der Farbenabteilung.
Das Didgeridoo wird schräg gehalten. Während man ca. 1/4 l Öl langsam in die Öffnung gießt dreht man das Didgeridoo, um die ganze Innenseite mit Öl zu benetzen. Am Besten stellt man das Instrument dabei in eine Schale um das abfließende Öl auf zu fangen. ( wieder verwenden ). Das Didg für eine Stunde steil aufstellen um den Ölüberschuß abfließen zu lassen.
Das Imprägnieren sollte jedes Jahr wiederholt werden.

Risse
Sollte ein Didgeridoo einmal reißen, so ist es nicht kaputt und kann einfach repariert werden. 

Haarrisse können mit Bienenwachs oder Leim verklebt werden.
Größere Risse werden am Besten mit einer Mischung aus wasserfestem Holzleim und Holzschleifstaub gefüllt.


Wer sich die Arbeit nicht zutraut kann unser Reparaturservice in Anspruch nehmen.
Bei uns gekaufte Instrumente werden im ersten Jahr nach Kauf kostenlos repariert.

Und nun wünsche ich Dir viel Spaß und Freude mit Deinem Didgeridoo !



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